Kurzfristiges Sommergeschäft unter Vorjahreshoch

Nürnberg, 30. Juni 2023 – Das Buchungsaufkommen bei den Urlaubsreisen hält sich im Mai 2023 auf einem hohen Niveau: Die Umsatzeingänge total übertreffen den Vormonat um 4 Prozent und den Mai 2019 um 38 Prozent. Nur mit dem überaus starken Buchungsaufkommen im Vorjahr halten die aktuellen Sommerbuchungen nicht Schritt (-25 Prozent). Damit schmilzt der Vorsprung im Vergleich zur Sommersaison 2022 weiter ab – zum Vormonat um 9 Prozentpunkte auf ein Umsatzplus von jetzt noch 22 Prozent. Im Vergleich zum Sommer 2019 ist das Plus auf 3 Prozent angewachsen.

Mit 78 Prozent des Monatsumsatzes buchten die Bundesbürger im Mai 2023 hauptsächlich Urlaubsreisen im Sommer (Juni bis August: 47 Prozent) und Herbst (September/ Oktober: 21 Prozent). 10 Prozent entfallen auf Last Minute-Buchungen mit kurzfristiger Abreise im Mai. Für rund 1,2 Milliarden Euro haben die Bundesbürger im Mai Sommerurlaube gebucht – 41 Prozent davon online auf den Reiseportalen der Veranstalter und Online Travel Agencies (OTAs). Im Kurzfristgeschäft wächst der Online-Anteil überproportional an. Insgesamt erweist sich zum aktuellen Buchungsstand aber der Reisebürovetrieb in diesem Jahr als das wachstumsstärkere Segment: Im Reisebüro sind die Sommerumsätze bis dato um 25 Prozent zum Vorjahr angewachsen, im Online-Reisevertrieb um 10 Prozent.

Kumuliert weist die aktuelle Sommersaison zum Buchungsstand per Ende Mai 2023 ein Umsatzplus von 22 Prozent zum Vorjahr auf. Da die monatlichen Umsatzeingänge seit April unter das Vorjahresniveau gefallen sind, schmilzt das Plus im Vergleich zur Sommersaison 2022 zusehends weiter ab. Der Vorjahressommer war coronabedingt spät gestartet und wies dafür ein außergewöhnlich hohes Kurzfristgeschäft auf.

Das Umsatzplus im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau 2019 ist zum aktuellen Buchungsstand auf 3 Prozent angewachsen (+2 Prozentpunkte zum Vormonat). Angesichts der allgemeinen Teuerungsrate ist das 2019er Niveau de facto damit noch nicht erreicht. In gebuchten Personen fehlen der Veranstalterreise zum aktuellen Buchungsstand in der Summe noch 21 Prozent. Dabei sind es in erster Linie die Frühbucher aus den Herbst- und Wintermonaten, die bis dato noch nicht ausgeglichen werden konnten. Auf Monatsbasis hat sich die Anzahl gebuchter Personen zwischenzeitlich normalisiert.

Für Reisezeiträume ab der kommenden Wintersaison 2023/24, die mit dem Reisemonat November beginnt, scheint der Frühbucher allem Anschein nach zu alter Stärke zurückzufinden. 16 Prozent des Monatsumsatzes war im Mai 2023 bereits Urlaubsbuchungen für die Wintermonate geschuldet. Weitere 6 Prozent entfiel auf die Sommersaison kommenden Jahres. Zusammengenommen übertreffen die kumuliert aufgelaufenen Frühbucherumsätze sowohl das Vorjahr als auch das Vor-Corona-Niveau zu diesem frühen Zeitpunkt sehr deutlich.

Legende:

Im Chart werden die kumuliert bis Ende Mai 2023 generierten Reiseumsätze für die Sommersaison 2023 im Vergleich zum Vorjahr sowie zum Vor-Corona-Niveau (Sommer 2019) aufgezeigt. Sowohl Urlaubsreisebuchungen in stationären Reisebüros als auch online auf den Reiseportalen der Veranstalter und Online Travel Agencies (OTAs) mit Schwerpunkt Pauschalreisen fließen ein. Links im Chart wird angezeigt, welcher Umsatzanteil in Prozent im Buchungsmonat Mai auf die einzelnen Reisemonate bzw. -saisons entfällt.

Über TDA Travel Intelligence

Travel Data + Analytics (TDA) hat im Frühjahr 2019 das vom Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK seit 2004 geführte Reisevertriebspanel übernommen. Nach einer Überführung der GfK Daten in eine neue IT-Landschaft wurde Travel Intelligence als eigenständige Lösung mit selbstlernender Datenbank und zugehörigem Analyse-Tool aufgesetzt. Basis bleiben die Buchungsdaten von stationären Reisebüros und Onlineportalen, die Veranstalterprodukte vertreiben. Die Anforderungen von touristischen Unternehmen an ein modernes Steuerungsinstrument und sich weiterentwickelnde, vermehrt dynamische Fragestellungen können damit sicher und zeitnah abgebildet werden, ohne den Kern einer marktrepräsentativen, über den Zeitverlauf durchgängig vergleichbaren Methode aufzugeben. TDA = aktuelle Buchungslage + individuelle Produktperformance + tatsächliche Marktchancen.

Weitere Informationen: Alexandra Weigand, alexandra.weigand@traveldataanalytics.de, Telefon: +49 (0)911 951 510 03